Broschüren


  • Ramon Brüll, Jens Heisterkamp
    Frankfurter Memorandum
    Rudolf Steiner und das Thema Rassismus
    Im Werk Rudolf Steiners kommen vereinzelt diskriminierende und rassistische Bemerkungen vor. Auf diese wiesen und weisen Kritikern der Anthroposophie hin. Von Seiten der anthroposophischen Bewegung wurde darauf in der Regel beschwichtigend mit dem Hinweis auf Steiners humanistisches Welt- und Menschenbild reagiert. Nichtsdestoweniger wurde das Thema Rassismus bei Steiner auch innerhalb der anthroposophischen Gesellschaft ernsthaft diskutiert und untersucht, wovon das Frankfurter Memorandum zeugt. Es unterscheidet fünf Kategorien von Steiner-Zitate zwischen missverständlichen Formulierungen und tatsächlich rassistischen Äußerungen. Als Fazit kann festgehalten werden, dass Steiner sich trotz seiner Ethik des Individuums nicht in jedem Fall von den Denkgewohnheiten seiner spätkolonial und eurozentrisch geprägten Epoche gelöst hat.