Auf Augenhöhe mit den Menschen
Marc Pierschel
Butenland (DVD)
82 Minuten, DVD
Untertitel: deutsch
€ 19,95
ISBN 1815
Marc Pierschel
Butenland (DVD)
"Gibt es ein anderes Miteinander für Tier und Mensch? BUTENLAND erlaubt den Perspektivwechsel. Entstanden ist ein zärtlicher Film, der uns einlädt anders zu denken." - Jury Hofer Filmtage - Begründung für den GRANIT (Hofer Dokumentarfilmpreis 2019)

Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint.

Als Milchbauer in dritter Generation versorgt Jan Gerdes auf seinem Hof im Norden Deutschlands dreißig Kühe und verkauft erfolgreich Biomilch und Käse. Doch er hadert mit seinem Gewissen, als er seine Kühe bei sinkender Milchleistung an den Schlachthof verkaufen muss. Nach Burnout und Scheidung trifft er den Entschluss, seinen Hof aufzugeben. An dem Tag als alle Kühe zum Schlachthof gebracht werden sollen, fehlt der Platz für die letzten zwölf. Anstatt einen neuen Transport zu bestellen, fassen er und seine Partnerin Karin Mück den Entschluss, die Kühe auf dem Hof zu behalten. Es ist die Geburtsstunde von Hof Butenland – dem ersten Kuhaltersheim Deutschlands. Anfang der 80er Jahre zählte Karin zu den ersten TierbefreierInnen, die Hunde, Katzen, Affen und andere Tiere aus Versuchslaboren retteten und die Zustände dort öffentlich machten. Bis sie bei einer Aktion von einem Sondereinsatzkommando verhaftet und als Mitglied einer terroristischen Vereinigung angeklagt wurde. Nach 5-wöchiger Isolationshaft wurde Karin zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Paul sollte im Alter von zwei Monaten wegen einer Kälbergrippe geschlachtet werden, Uschi weil sie sich weigerte, gemolken zu werden und Lillja überlebte die Geburt ihres ersten Kalbes fast nicht. Auf Butenland leben sie heute zusammen mit vielen anderen ehemaligen Nutztieren auf Augenhöhe mit den Menschen – ohne einen Nutzen erfüllen zu müssen. Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint.

Jan Gerdes und Karin Mück entwerfen mit ihrem Projekt ein radikales Gegenmodell zur Nutztierhaltung, bei dem die Bedürfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen, fernab jeglicher wirtschaftlicher Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Das intime Porträt zeigt zwei Menschen, die sich für Tiere einsetzen, hält Momente des Glücks und der Trauer fest, und hinterfragt den gegenwärtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft.

Andrea Kreisel bespricht den Film in der Zeitschrift info3: "Butenland: Die neue Kuhltur"

Schauen Sie sich hier den Trailer an:

"BUTENLAND ist nicht einfach nur ein Idyll, sondern Widerstand mit allen Konsequenzen (...) Ein Film der ein wenig weh tut, weil er das eigene Gewissen zum Schwingen bringt." – ZDF heute journal