Permakultur in den Salzburger Alpen
Bertram Verhaag
Der Agrar-Rebell (DVD)
Permakultur in den Salzburger Alpen
45 Minuten, DVD
Lobende Erwähnung, Internationales Umweltfilmfestival Ökomedia, Freiburg 2001
€ 12,90
ISBN 978-3-935573-18-4
Bertram Verhaag
Der Agrar-Rebell (DVD)
Permakultur in den Salzburger Alpen
Sepp Holzers goldene Regel für eine erfolgreiche Landwirtschaft heißt, mit der Natur zu kooperieren, statt sie zu bekämpfen und sie zu beobachten, um herauszufinden, welche Pflanzen einander unterstützen.

Im österreichischen Lungau schuf er so eine essbare Paradieslandschaft - ohne Pestizide, Herbizide oder Dünger. In vierzig Jahren Naturbeobachtung, unerschöpflicher Experimentierfreude und Behördenkämpfen ist es ihm gelungen, seine Gegner von seiner naturnahen Bewirtschaftungsart der Permakultur zu überzeugen.

Im südlichsten Zipfel des Salzburger Landes - im Lungau - dem "Sibirien Österreichs" - betreibt der Land- und Forstwirt Sepp Holzer auf seinem Bergbauernhof eine Landwirtschaft der besonderen Art.

Entgegen allen konventionellen Regeln hat er - trotz einer Jahresdurchschnittstemperatur von 4,5°C und einer Höhenlage zwischen 900m und 1400m - eine essbare Paradies-Landschaft geschaffen, und damit Furore gemacht. "Vielfalt statt Einfalt – denn alle Pflanzen und Tiere haben eine sinnvolle Funktion" so Holzer. Auf den Gebrauch von Pestiziden, Herbiziden oder Dünger wird gänzlich verzichtet. "Mit der Natur kooperieren, statt sie zu bekämpfen. Die Natur beobachten, und herausfinden, welche Pflanzen einander unterstützen." Das sind Schlüsselbegriffe für Sepp Holzer und Grundprinzipien der Permakultur.

Seit 1962, als er den Hof seines Vaters mit 19 Jahren übernahm, betreiben Sepp Holzer und seine Frau ein perfekt funktionierendes Permakultur-System, ohne überhaupt von dem Begriff "Permakultur" gehört zu haben.

Angelegt in Terrassen, ähnlich den Reisfeldern in Asien, unterscheidet sich sein 46h großes Land stark von den umliegenden Fichtenmonokulturen: Hier wächst vieles, was kaum jemand in einer Höhenlage von 1400m vermuten würde: von Kirschen, Äpfeln, Pilzen über Kiwifrüchten bis hin zu Zitronen, Kürbissen, Kartoffeln und Zuchinies. Überall sprießt und gedeiht die Natur. Entlang den Wegen, auf Terrassen, im Wald, auf extremen Steilhängen und sogar auf steinigem Boden. Innerhalb der Mischkultur befinden sich ca. 45 Wassergärten, Feuchtbiotope, Teiche und drei Bergseen. Hier züchtet der Biobauer seltene Fische, Kröten, Krebse und Wasserpflanzen. Seine Schweine beackern den Boden, eggen und düngen, und die Pflanzen sorgen gegenseitig für Feuchtigkeit, Stickstoff, und Gründünger. So hat Sepp Holzer weniger Arbeit und mehr Zeit, interessierte Besucher aus aller Welt über seine Mischkulturen aufzuklären.

Schauen Sie sich hier den Trailer an:

Bertram Verhaag, geb. 1. März 1944 in Sosnowitz, Oberschlesien, deutscher Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen. Verhaag lebt und arbeitet in München. Zu dem Themenkomplex Gentechnik und Agrotechnik hat Verhaag neun Filme gemacht. Aktuelle Produktionen: u.a. „Der Bauer und sein Prinz“ (2014), „Der Bauer der das Gras wachsen hört“ (2009)