Den Seelenkalender neu verstehen und erleben
Raphael Simcic
Der Seelenkalender (Musik-CD)
80 Minuten, CD
Die Bilder des Digipacks stammen von Stefan Krauch.
€ 19,00
ISBN 7130
Raphael Simcic
Der Seelenkalender (Musik-CD)
Die Wochensprüche des Seelenkalenders stellen einen besonderen Schatz im überreichen Werk Rudolf Steiners dar. Für das intellektuelle Verstehen bleiben sie jedoch lange Zeit verschlossen. Erst das fühlende Verstehen öffnet die Seele für das Miterleben im Jahreslauf. Die Vorgänge in der Natur und ihre Entsprechung in den Vorgängen der menschlichen Seele sind für viele eine stützende Begleitung durch das Jahr. Durch die Vertonung als Liederzyklus von Raphael Simcic für Klavier und Gesang entfalten die Sprüche neue Dimensionen im Verstehen und Erleben.

Raphael Simcic folgt dabei den Anregungen der anthroposophischen Forscher Hermann Beckh und Friedrich Oberkogler bezüglich des Zusammenhangs der Tonarten mit dem Tierkreis. Er hat die Sprüche in den Tonarten der jeweiligen Tierkreiszeichen vertont. Dabei beginnt er beim Osterspruch mit dem C-Dur des Widders und folgt dann mit dem aufsteigenden Jahr den Dur-Tonarten in der Reihenfolge des Quintenzirkels, um dann ab dem Hochsommer mit der absteigenden Sonne die entsprechenden Molltonarten zu wählen. An Weihnachten dreht es sich wieder um, von Moll nach Dur, um dann bis Ostern in Dur durch immer heller werdende Tonarten zu steigen. Den Anregungen Rudolf Steiners gemäß sind immer drei Sprüche in einer ähnlichen Stimmung gehalten.

Die 52 Lieder erschienen bereits 2013 in Form eines Notenheftes. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Frolieb Tomsits-Stollwerck, Martin Pillwein und Raphael Simcic, die bereits zahlreiche Konzerte in mehreren europäischen Ländern mit dem Seelenkalender gespielt haben, führte im August 2020 zu einer Aufnahme des Zyklus. Raphael Simcics Anliegen war von Anfang an, dass die Musik möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht und nicht nur als konzertantes Material verwendet wird. Ein «unelitärer» Stil, der nicht nur Profimusikern zugänglich ist, war das Ziel. Mit dieser Aufnahme aller 52 Lieder ist es gelungen, dieser Idee einen Schritt näher zu kommen.

"Die musikalische Sprache der vorliegenden Lieder ist immer originell und stimmungsvoll." – Johannes Greiner, Musiklehrer, Eurythmist und Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft der Schweiz

Raphael Simcic kam 1994 als Sohn eines slowenischen Dichters und Schriftstellers und einer schweizerischen Kindergärtnerin und Erwachsenenbildnerin auf die Welt. Im Alter von acht Jahren bekam er seinen ersten Klavierunterricht. Bald reichte ihm das Interpretieren anderer Stücke nicht mehr. Er wollte im Bereich Musik selber schöpferisch werden. In seinem zwölften Lebensjahr fand er über die Improvisation zur Komposition. Er begann zuerst mit kleinen Stücken für Klavier und für Gitarre. Bald wurden daraus auch größere Stücke für Ensemble, Orchester und Chor, die oft zur Aufführung kamen. Mit 16 Jahren komponierte er sein erstes Musical (Thema: der Trojanische Krieg), das dann von seiner Schulklasse mit insgesamt acht Aufführungen an der Rudolf-Steiner-Schule Birseck (CH) gespielt und gesungen wurde. Da er sich zur Sprache der Musik ausgesprochen hingezogen fühlt, entschied er sich, auch seine Abschlussarbeit der 12. Klasse, die gleichzeitig auch seine Maturaarbeit darstellt, der Komposition zu widmen. Er vertonte dazu den Seelenkalender Rudolf Steiners als Liederzyklus. Mit mehreren Aufführungen und Tourneen in ganz Europa ist dies bisher sein erfolgreichstes Projekt. Es entstand ebenfalls eine Bearbeitung des Seelenkalenders für Streichquintett. Außerdem hat er an diversen Aufträgen und Projekten in verschiedensten Musikstilen für Eurythmie, Theater, Tanz, Ausstellungen etc. gearbeitet.

Frolieb Tomsits-Stollwerck wurde bei Stuttgart in Deutschland geboren. Sie besuchte die Freie Waldorfschule Engelberg und studierte danach am Landeskonservatorium Vorarlberg und an der staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart Violine und Viola. Mit einem Gesangsstudium in Wien setzte sie ihre musikalische Laufbahn fort. Durch ihre Konzerttätigkeit sowohl in Ensembles als auch solistisch wurde sie in verschiedene Projekte im In- und Ausland involviert. Zusätzlich unterrichtete sie an verschiedenen Musikschulen und leitete an der Rudolf Steiner Landschule Schönau zahlreiche Musikprojekte mit Schülern, wie z.B. Kinderoper und Musical. Des weiteren leitet sie den Kinderchor an der Wiener Volksoper und singt auch oft selbst auf der Bühne. Sie wirkt in mehreren Kammerensembles mit dem
Markenzeichen Kombination von Gesang und Streichinstrument mit. So ist sie auch als Bratschistin und Sängerin seit 2017 Mitglied im QUINTETT SEELENKLANG, welches sich den Seelenkalender-Vertonungen von Raphael Simčič verschrieben hat. Sie sagt dazu: «Es ist eine sehr schöne und wohltuende Arbeit im Ensemble der Seelenkalendermusik mitzuspielen. Mir sind die Texte schon seit vielen Jahren vertraut, aber durch die Musik von Raphael Simčič habe ich einen neuen, unmittelbaren und offenen Zugang gefunden. Ein Gewinn für mich – hoffentlich auch für viele Zuhörer!»

Martin Pillwein, geboren in Linz und seit 1971 in Deutschland. Er studierte am Bruckner-Konservatorium in Linz, wo er 1982 sein Studium mit der Konzertreifeprüfung abschloss. Dirigier- und pädagogische Studien ergänzten seine Ausbildung. Seine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland sowie langjährige Erfahrung als Orchesterdirigent und Chorleiter belegen seine Vielseitigkeit, ebenso wie seine Kompositionen von Bühnenmusiken, diversen Chor- und Orchesterwerken und einer Reihe von Auftragsarbeiten, die immer wieder gerne aufgeführt werden. Er war 1987 – 2004 als Mitbegründer an der Freien Musikschule Engelberg tätig. Seit 2004 strukturierte er sein Unterrichtsangebot neu im „Klavierstudio Martin Pillwein“ in Lichtenwald (DE). Zusammen mit Frolieb Tomsits-Stollwerck gestaltete er schon öfters Liederabende, die in anthroposophischen Einrichtungen konzertiert wurden.

Stefan Krauch, 1957, Schreinermeister, Diplom-Sozial- und Heilpädagoge, freischaffender Künstler, verheiratet, drei Kinder. Er ist in der Frühförderung, Elternberatung und Erwachsenenbildung am hof in Frankfurt-Niederursel tätig, bildet am Frankfurter Lehrerseminar Waldorflehrer aus, arbeitet als Berater und reiste viel – vor der Corona-Zeit.